Und noch etwas zur Zusammenarbeit des Wirtschaftsprüfers und Mandanten

Der Mai ist eingezogen und unsere Wirtschaftsprüfermandate unterteilen sich mehr und mehr in zwei Gruppen. Die erste Gruppe bilden Mandanten, deren Bücher zum 31. Dezember 2014 geschlossen wurden, die Jahresabschlüsse sind aufgestellt und die Wirtschaftsprüferberichte ausgefertigt. Die Buchhaltungs- und Finanzchefs können sich daher mit voller Kraft den Problemen des Jahres 2015 widmen, von denen es sicher nicht wenige gibt.

Die zweite Gruppe besteht aus Mandanten, deren Buchhaltung weiterhin offen ist und die Jahresabschlüsse noch eine Art Halbfabrikat sind. Bei weitem geht es nicht darum, wann mit der Schließung der Buchhaltung begonnen wurde und wann die eigentliche Prüfung stattge-funden hat. In zahlreichen Fällen bleiben in diesem Prozess offene Punkte, die bereits im Verlauf des Jahres 2014 gelöst werden konnten. Und in vielen Fällen handelt es sich um Probleme, die weniger mit der Buchhaltung der Gesellschaft zusammenhängen, als vielmehr mit der Steuerung ihrer Finanzen und der Wirtschaftsführung überhaupt.

Wann mit der Prüfung begonnen wurde, ist also irrelevant. Ein früherer Beginn muss über-haupt nicht ihren früheren Abschluss bedeuten. Vielmehr geht es darum, dass verschiedene Probleme rechtzeitig zu lösen sind. Eine frühe Diskussion über die Probleme sowie ihre rechtzeitige Lösung und eine offene Kommunikation zwischen dem Wirtschaftsprüfer und Mandanten ist maßgebender Faktor, der den gesamten Prozess der Schließung der Buch-haltung und der Prüfung beschleunigen und effektiver gestalten kann. Immer mehr zeigt sich, dass eine kontinuierliche und offene Kommunikation für Qualität und Effektivität des gesam-ten Prozesses entscheidend ist.

Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit, sich dies alles vor Augen zu führen, da vielleicht gerade jetzt die Grundlagen für die Qualität der Jahresabschlüsse für das Jahr 2015 ge-schaffen werden.

Ing. Radomír Stružinský