Genehmigung des neuen Standards IFRS 18

17. 4. 2026

Die Europäische Union hat den Standard IFRS 18 offiziell verabschiedet, der ab dem 1. Januar 2027 IAS 1 ersetzt und die Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung grundlegend überarbeitet. Aufgrund der verpflichtenden retrospektiven Anpassung der Zahlen für das Jahr 2026 ist eine sofortige Vorbereitung auf die Implementierung erforderlich.

IFRS 18 verändert nicht die grundlegende Messung der Performance, sondern revolutioniert deren Darstellung. Erträge und Aufwendungen werden künftig verpflichtend in operative, Investitions- und Finanzierungskategorien gegliedert, wobei feste Zwischensummen wie das operative Ergebnis oder das Ergebnis vor Finanzierung und Steuern eingeführt werden. Ziel ist es, Analysten übersichtlichere und besser vergleichbare Daten für fundiertere Entscheidungen bereitzustellen.

Der Standard verlangt zudem erstmals die verpflichtende Offenlegung und Prüfung von Management Performance Measures (MPM), die Unternehmen bislang nur außerhalb des Abschlusses berichtet haben. Diese Kennzahlen müssen klar erläutert, rechnerisch belegt und auf offizielle IFRS-Zwischensummen übergeleitet werden, was die Anforderungen an deren Berichterstattung deutlich verschärft.

Für tschechische Unternehmen, die nach IFRS berichten – typischerweise börsennotierte Gesellschaften – bedeutet dies eine notwendige Überarbeitung interner Prozesse. Sie müssen die Struktur ihrer Abschlüsse grundlegend anpassen und den Umfang der offengelegten Informationen erweitern, um den neuen Transparenzanforderungen gerecht zu werden.

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